Startseite
Bücher
- Romane
Bali Groove
  - Teaser
  - Inhalt
  - Glossar
Miss Klon
  - Teaser
  - Inhalt
  - Material
  - Glossar
Kolumnen
- Wort der Woche
- Peinlichkeit der Woche
Rezis
- Brockhaus
- Romane
Essays
Musik
Profil
- Interviews
Verlagsgeschichten
Exotisches
- Reisefotos
- Reiseberichte
Lukull
- Gourmet
- Weine
Kontakt/Impressum
Das Komplott
Scheintot
Krimi von Tess Gerritsen

Ein Roman, der die Qualen der illegalen Einwanderer Amerikas schildert. Lina, Anja und noch einige junge russische Leidensgenossinnen werden von Mexiko aus über die Grenze ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten geschmuggelt. Und es kommt dann für sie grenzenlos übel. Nach während des Transports zu ihrem Bordellhaus wird  Anja erschossen. Die Russinnen sind zu Huren verdammt und werden gehalten wie im Gefängnis. Hin und wieder gibt es einen Ausflug zu einer Party , wo sie den Herren zu Diensten sein müssen.

Die Pathologin Dr Maura Isles findet eine „Leiche“ in ihrem Sektionssaal, eine Frau, die noch gar nicht tot ist. Im Krankenhaus  entwendet die Unbekannte einem Uniformierten die Waffe und erschießt ihn. Sie bedroht Patienten und Besucher und nimmt Geiseln.  
Das Boston Police Departement muss verärgert feststellen, dass höhere Kreise wie FBI-Agenten Spuren beseitigen und mit Rückendeckung des Justizministeriums sogar die Leiche des unbekannten Opfers der Scheintoten kassieren. Bei den Geiseln ist auch die burschikose Jane Rizzoli, die ihr erstes Kind erwartet. Ihr Mann Gabriel, FBI-Agent, versteht auch nicht, wieso sich für diesen Fall höchste Kreise interessieren, die alles zur Verschleierung unternehmen. Als das Krankenhaus entgegen aller Vernunft von einer eigens herbei beorderten SEK gestürmt wird, ist klar, dass irgendjemand eine Menge zu verbergen hat.

Tess Gerritsen, die geschickt ihr wissen als Ex-Ärztin unterbringt, hat einen spannenden Roman geschrieben, dessen Dramaturgie sich auf die Ermittler Jane und Gabriel sowie die Opfer beschränkt. Die Täter lernen wir nicht näher kennen, und so geraten sie zum Klischee der Bösewichte da oben. Das ist das Manko, da die Verknüpfungen mit höchsten Kreisen nicht in der Entwicklung, im Ablauf und den die Geschichte bestimmenden Folgen geschildert werden und so als Klischees wirken. Für diese Pauschalhandlung ist das Buch dann auch zu lange. Auch verwendet die Dialogsprache solche Dummwörter wie „Um ehrlich zu sein...“.

Tess Gerritsen: „Scheintot“, Limes, geb., 414 Seiten, 21,95 EUR


Jürgen Schild



zum Seitenanfang ^