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Die Perpetuierung eines Mythos
Die Masken des Cthulhu
Horror–Erzählungen von August Derleth

In seiner wohlfeilen Reihe “H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens” versammelt der Festa-Verlag Autoren  und Bücher, die sich auf den Goldfather of Horror beziehen. Derleth  hat sich um die Sammlung und Verbreitung phantastischer Literatur in den USA verdient gemacht. Er folgte willig Lovecrafts Anregung, den Cthullhu-Mythos zu adaptieren und zu entwickeln und wie er im Vorwort berichtet, habe der Meister selbst noch das Exposè und die ersten Seiten der ersten Geshcichgte”Hasturs Rückkehr” gelesen und mit Anmekrungen versehen, die Derleth gerne aufgegriffen hat.

Die Geschichten-Sammlung ist als Episoden-Roman definiert und besitzt folglich eine verbindende Themenkette. Wer nicht genug haben kann von den Geschichten um die Alten vor unserer Zeit, den grässlichen Wesen, die nur darauf warten, aus ihren Unterwelt-Gefängnissen hervorzubrechen und immer wieder Menschen finden, die ihnen solches ermöglichen wollen, wird hier bestens bedient.  

Vor Jahren hat der Insel-Verlag in seiner Bibliothek des Hauses Usher August Derleth’s “The Trail of Cthulhu”, das in fünf Teilen in dem legendären Magazin “Weird Tales”, dem Podium der Horror-Autoren, erschienen  war, publiziert. Der Mythos ließ Derleth nicht los. Und schon in der ersten Geschichte geht es ins alte, legendenumrakte Arkham und in die Nähe von Innsmouth, wo der im Sterben liegende Amos Tuttle verfügt hat , gewisse Bücher und sein Haus nach seinem Tod zu vernichten. Das obskure, in Menschenhaut gebundene (?), Manuskript des Al Hazred “Neconomicon” ist aus der Miskatonic-Universität gestohlen worden. Hat Tuttle satanische Kräfte beschworen? Sein Anwalt versucht Licht ins Dunkle der Vergangenheit zu bringen.   

Die zweite Geschichte “Die Ziegenmelker in den Bergen” spielt in einer inzüchtigen und entsprechend abergläubischen Bauerngemeinde, in der Ich-Erzähler Dan Harrop den Tod seines Vetters untersucht. Die Natur scheint zu rebellieren angesichts der schaurigen Beschwörungen. Auch hier finden sich die sagenhaften Bücher über die grauenhaften Kühe orfahren der Menschheit und die Möglichkeiten sie in die Zeit zu beschwören. Ausgeweidete Kühe versetzten die Einheimischen in Angst. Um nicht wahnsinnig zu werden von den schrecklichen Stimmen der Nacht, verliert er das Bewusstsein und flüchtet sich in einen Traum. Er fühlt sich als Diener von Yog Sothoth, dem Wächter des Tores. Aber ist das nur ein Traum?

“Die Geschichten stellen eine nachträglichen Tribut an die schöpferische Phantasie des verstobenen H. P. Lovecraft dar”, schreibt Derleth. Fürwahr.

August Derleth: “Die Masken des Cthulhu”, Festa-Verlag, geb. , 176 Seiten , 16 Euro

Jürgen Schild


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