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Verschwörung
Furor
Von Markus C. Schulte von Drach

Der Autor hat ein aktuelles Thema eingefangen. Den permanenten Versuch von Regierungen, Militär, Söldnern, rechten Scharfmachern und deren Presse, Terrorbedrohungen an die Wand zu malen, die das Aufkündigen demokratischer Gepflogenheiten und Bürgerrechte einschränken helfen. Selbst bei uns gibt es immer wieder den Versuch, die Bundeswehr für Inneres einzusetzen (auch Schäuble’s Hobbygenannt).

Während sein Vater Christian Raabe im Sterben durch Gehirntod liegt, hört sein Sohn Sebastian eine Nachricht seines Vaters: „Ich habe Fehler gemacht, furchtbare Fehler, Sebastian.“ Sebastian erhält von seinem Vater  post mortem den Auftrag, bestimmte Dateien in dessen Computer zu löschen. Von da an passieren merkwürdige Dinge. Mit Hilfe seiner Freunde Hobbes, Robert und Mator begibt sich Sebastian ans Enträtseln des Passworts. Bei dieser Aktion hält sich der Autor ungewöhnlich lange auf. Sie decken seltsame Dinge auf. Angeblich sei sein Vater ins  Bundeswehr-Krankenhaus gebracht worden, was sich als Finte erweist. Als weiteres Mitglied des Rechercheteams entwickelt sich die attraktive Journalistin Sareah , die  Sebastian unter dem Vorwand eines wissenschaftlichen Interviews aufgesucht hat. Sebastian verliebt sich sofort in sie. Sie ist seit geraumer Zeit einer Verschwörung auf der Spur, die Geheimdienste angezettelt haben.
Sebastian sucht bei den väterlichen Freunden und Mitarbeitern seines Vaters, mit denen dieser das Institut  für Gehirnforschung gegründet hatte. Die Wissenschaftler waren in der Lage, die Erinnerungen fremder Menschen nach ihrem Tod aufzuspüren.  Sebastian muss im Zuge seiner Recherche feststellen, dass die Mitarbeiter seines Vaters ungewöhnlich Interesse an dessen letzten Forschungen hegen. Allmählich verliert er das Zutrauen, zumal, als er erfährt, dass die maßgeblichen Wissenschaftler bei einem unerklärlichen Massaker in Südamerika anwesend waren und dort einer Art Feldforschung betrieben haben.   

Ein spannender Krimi, dessen Plot sehr schlüssig ist, dem es lediglich ein bisschen an der dramaturgischen Routine fehlt. Der Autor hält sich manchmal zu lange mit Füllmaterial auf.

Markus C. Schulte von Drach: „Furor“, dtv, 350 Seiten + Nachwort, 8,90 EUR

Jürgen Schild


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