Sie erzählen uns, was gut für Deutschland ist. Dabei erleben wir wieder Musterbeispiele für Amtsanmaßung, Eitelkeit und Eigennutz. Münte und Stoiber. Münte hat einen glasklaren Mehrheitsbeschluss seines Parteigremiums erlitten und schmeißt den Vorsitz. Also ignoriert er demokratische Spielregeln. Dieses Verhalten wird eskortiert von halbamtlichen Medien (die wir Steuerzahler finanzieren) wie DWTV, wo Münte als "Garant für Kontinuität" bezeichnet wird. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Bezeichnend, dass der pure Machterhalt als Kontinuität definiert wird. Der Mann, der über Nacht die Propagierung von Hartz IV durch Kapitalismus-Kritik ersetzte, weil er ein Wahl-Debakel ahnte.
Der andere Demokrat aus dem Süden ging laufen, als die SPD durch die Nahles-Wahl (auch diese Dame retirierte, aufgeschreckt von demagogischen Parolen aus dem Seeheimer Kreis, die sie als "Königsmörderin" verleumdeten) einen Schwenk zur Basis-Demokratie andeutete. Wahrscheinlich ist ihm auch ein eisiger Schauer durch den Scheitel gekrochen, als ihm jemand erklärt hat, dass er auch Minister für Innovation werde. Innovation, hihi.
Inmitten dieser Helden wirkt Angela Merkel notgedrungen immer souveräner.