Es ist schon ein Drama, wenn die Japaner (die sich die Headline als Propaganda für ihre Eroberungen in Asien auf die Fahnen geschrieben hatten) nun ein atomar bestücktes Schiff der Yankees in ihren Gewässern beheimaten sollen, nachdem sie sich Jahrzehnte dieser Bedrohung erwehrt hatten. Die Amerikaner wünschen sich eine aggressivere Rolle Japans in der Region als Gegengewicht zu China.
Der Oberbefehlshaber der Ami-Streikräfte in Japan, Bruce Wright, meinte mit Hinweis auf chinesisches Erstarken, es sei sein Job, aufs Schlimmste vorbereitet zu sein. Das Schlimmste für Strategen beginnt da, wo ihr Einfluss schwindet. Rumsfeld bemängelte eine Dunkelziffer der chinesischen Militärstärke. Ausgerechnet dieser Dunkelmann, der freudig nach der 11/9er Katastrophe durch die Flure lief und verkündete "Jetzt greifen wir den Irak an!", als Pentagon-Chef mit Täuschen und Infiltrieren auf vertrautem Fuß. Die chinesischen Nachbarn scheinen sich nicht bedroht zu fühlen, im Gegensatz zu den amerikanischen Anreignern im Süden, sobald sie einen unabhängigen Weg wagen. Jede andere Großmacht als China hätte sich ihr Eigentum Taiwan (das ja nur durch Parteinahme der westlichen Allierten für den Mao-Feind Tschiang zu halten war) längst zurückgeholt. Die Engländer schipperten mit einer Flotte und drei Schlachtenmalern (!) um den halben Globus, um die Falklands zu bekriegen. Sie hatten die Chinesen einst gezwungen, sich mit Opium zu vergiften. Die Deutschen durften auch mitmassakrieren unter der Devise ihres Kaiser-Willis ”Pardon wird nicht gegeben!”. Nein, von China droht keine Gefahr, aber von den USA, die sich im besten fundamentalistischen Sinn die Erde untertan machen wollen.