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Schampus im Pentagon
Bushs Freunde an der Macht
Schild's Wochenkolumne
Die Demokratie hat ein Problem. Wir haben ein Problem. Wer will allen Ernstes einen Struck als Außenminister? Dass der SPD nicht mehr viel einfällt, ist in den letzten Monaten offensichtlich geworden. Doch diese Platzhalter-Verwaltung serviert uns wieder den gleichen Typ, sogar noch ein Level höher. Von daher ist die Offerte des Afghanistan-Kriegers als Außenminister für ein System, das Pöstchen-Geschiebe und Lobbyismus jedweder Qualifikation vorzieht, konsequent. Dieser Fantast, der in der Fiktion lebt, Deutschland werde am Hindukusch (wo immer deutlicher die Warlords das Sagen haben) verteidigt, kommt den Amerikanern sicher ziemlich recht. Bei der letzten WM leistete sich dieser stramme Deutsche nach einem Kontersieg Sätze wie „Jetzt schlagen wir auch die Schwarzen.“ („Schwatten“ soll er gesagt haben). Sicher eine ideale Voraussetzung  für den Posten eines Außenministers. Auch Bush-kompatibel, der ja einen brasilianischen Politiker gefragt hatte „Have you negros too in your country?“ Flankiert von einer Kanzlerin, die dem amerikanischen Kriegstreiber bedingungslose Treue andiente. Ohne dass solches von ihr verlangt wurde. Also freiwillig. Es wird gefährlich mit solchen Leuten.  Ist doch nichts so sehr gefragt wie ein kühle, distanzierte Außenpolitik, die die USA in ihre Schranken weist und Verbündete gegen deren Hegemonialpolitik sammeln sollte.
Im Bereich „innere Sicherheit“ hatte TotGrün ja durch den überparteilichen Pakt von Beckstein und Schily die Große Koalition bereits vorbereitet. Der Übergang zu Beckstein wird schleichend vollzogen. Stoiber verleiht der Wirtschaft Impulse. Spätestens an diesem Punkt bricht man in Lachen aus. Wie dankbar die deutsche Wirtschaft für Konzepte des Bayern ist, zeigte der Anstieg des Dax’. Oder geht es gar nicht um Innovation, sondern nur um den rigiden Kurs gegen die Leute ohne Lobby? Wer keine Kinder hat, also notgedrungen in Optimismus machen muss, kann sich jetzt entspannt zurücklehnen und die letzten Zuckungen des Monopoly-Kapitalismus’ verfolgen.



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