Startseite
Bücher
- Romane
Bali Groove
  - Teaser
  - Inhalt
  - Glossar
Miss Klon
  - Teaser
  - Inhalt
  - Material
  - Glossar
Kolumnen
- Wort der Woche
- Peinlichkeit der Woche
Rezis
- Brockhaus
- Romane
Essays
Musik
Profil
- Interviews
Verlagsgeschichten
Exotisches
- Reisefotos
- Reiseberichte
Lukull
- Gourmet
- Weine
Kontakt/Impressum
Willkür des US-Imperialismus
Europas Impotenz
Schild's Wochenkolumne
Mit dem Fall der Sowjetunion erstarkte die Hegemonialmacht USA. Naive im Westen jubelten und übersahen dabei zwei Dinge.
Erstens überschätzten sie den Willen und die Fähigkeit der Europäer (die Russen metzeln selber in Tschetschenien, und die Chinesen sind noch bündnisresistent gegen schwächelnde Europäer), dieses Machtvakuum zu schließen. Ersatzweise dilettieren die Europäer im Nahen Osten und können nur verlieren, da sie keinen Druck auf die Israelis ausüben wollen. Der Sieg von Hamas ist auch eine Folge, wenn man nur mit den von Israel/USA genehmigten El-Fatah-Gruppen verhandelt. Die Welt geht weiter, auch wenn das die Europäer übersehen möchten.
Zweitens unterschätzten die Vergesslichen den Imperialismus der USA, der sich nun in seiner radikalen Menschenverachtung präsentiert. So deutlich, dass nur Dummköpfe an der Machtergreifung zweifeln. Dabei gibt es genügend offizielle Statements, in denen die US-Administratoren das Bewahren des totalen Machterhalts zur Staatsräson erklären. Zu den  deutlichsten Insignien zählt natürlich die Folter, seit Korea und Vietnam natürlich nichts Neues, höchstens in der unerwarteten Beihilfe unserer „demokratischen“ Politiker. Und wenn ein gewählter deutscher Christen-Innenminister (ich dachte immer, die halten die Wange hin) öffentlich sinniert, wie man Geständnisse aus der Folter nutzen kann, wirft dies ein bezeichnendes Licht auf die Menschenrechte in unserem Land. Mittlerweile dürfte auch dem letzten Genossen klar geworden sein, dass Außenminister Steinmeier Bescheid wusste; exemplarisch seine ungezogene Art vor dem Parlament. Die Grünen schützen ihr Denkmal Joschka, der von Auschwitz geiferte, um Bomben auf Belgrad zu legitimieren. Er macht das noch heute ungefragt – und da beginnt sein Trauma. Das Symbol für Folter ist Guantanamo, und so erkühnte sich die Linkspartei, zur Schließung durch das deutsche Parlament aufzurufen. Nun hätte man allgemeine Zustimmung erwartet, aber nichts da. Der Antrag kam von der „falschen“ Seite, so hieß es. Und wieder haben die Amerikaner allen Grund, sich zu amusieren. Ihre Vasallen diskutieren nun, wie man sie kritisieren könnte. Sie suchen nach einer Resolution. Noch widerlicher als peinlich. Und das, weil sich die Europäer, vernehmlich die Deutschen, nicht an den Geschäftsinteressen der Industrieführer, die nach wie vor auf die US-Clique (bis die Konsumenten endgültig vor Angst retarieren)  setzen, vergreifen wollen. Das Gezerre um den Appell zur Schließung von Guantanamo erinnert mich an die Vergewaltigung eines Kindes, während die Beobachter drumrum diskutieren, in welcher Höflichkeitsform sie den Vergewaltiger ansprechen sollen. Und sie gucken weiter  zu.

PS: Herr Scholz, kurzer Ex-CDU-Verteidigungsminster, will Atomwaffen für unser Land. Aus welchem Debilen-Heim ist der wohl geflohen?
Der Schoß, aus dem dies kroch, ist fruchtbar noch, sagte ein großer Denker.



zum Seitenanfang ^