Fußball-Franze war empört über die Bewertung der Sicherheit deutscher WM-Stadien im Panikfall durch die Siftung Warentest. Ein denkender Mensch hätte sich gefreut, dass jemand hilft, unsere Sicherheit zu verbessern. Nicht so der bayerische Querulant. Er fürchtet ums deutsche Image. Dieses wird sicher nicht gestört, wenn Kritiker auf Missstände hinweisen. Aber das ist schon zu demokratisch. Die alte Leier der ewig Gestrigen, die sich nicht verbessern wollen, die alles ignorieren, was positive Entwicklung bedeutete.
Wir kennen das: Hersteller oder Vertreiber drucken, sobald die Stiftung Warentest ihr Produkt gelobt hat, sofort die positive Wertung auf ihr Label und ihre Anzeigen. Aber wenn ihr Produkt es nicht gebracht hat, kommen Sprüche wie “Morgens testen sie Hautcreme, mittags Waschmaschinen und abends HiFi – wie soll das gehen?”
Insofern nichts Neues vom Kaiser wie seit Jahrzehnten. Dass ausgerechnet der rechte Bayer anderen Profilierungsabsichten unterstellt, ist bei seiner eigenen Proifil-Neurose (die, muss man leider eingestehen, von der Presse kräftig genährt wird) abstrus. Futsch war die aufgesetzte Nonchalance “Schau mer mal” (des Kaisers Verlegenheitsbewältigung, von Hofberichterstattern unterwürfig abgelutscht), die uns seit Jahren eher an einen Papagei als an einen denkenden Menschen erinnert.
Er soll sich zurückhalten, wenns um mehr als Repraesentieren geht und mit Stoiber defilieren: das ist auf seinem Niveau. Ansonsten vielleicht noch den Anstoß im Altenheim für Kombattanten der bayerischen Unabhängigkeitsbewegung bewältigen und gut ist.Und am besten noch seinen Kettenhund Hoeness beruhigen. Diese bayerischen Granteleien benötigen wir nicht. Wir wollen sicheren Spass zur WM.