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Militaristen wollen Krieg mit Iran
Das Spiel mit dem Feuer
Oder wie kreiert man Feinde für Generationen
Wie sich wohl die Nobelpreisjury fühlen mag, wenn wieder mal ihre Preisträger andere Völker in den Krieg zwingen wollen. Unverblümt drohen Obama und  Peres dem Iran.  Wahrscheinlich erhoffen sie sich inniglich ein nie versiegendes Heer von Gotteskriegern, auf dass der Krieg (und damit der Profit von Boeing, Marietta, Lockheed-Martin, General Dynamics, Northrop Grumman, Halliburton, Xe, diversen KriegsAGs etc) für Generationen gesichert ist. Fundamentalisten unter sich. Wer hat denn andere Länder überfallen? Der Iran oder die USA? Wer hat Korea, Vietnam, Grenada, Irak, Afghanistan, Chile, Nicaragua, Griechenland (schon das Obristen-Regime stützten die Amis), angegriffen oder mit Militärputschen überzogen? Wer hat Chaplin, Hitchcock, Brecht, Mann, Eisler  bedroht? Wer hat  Atombomben auf Japan geworfen, als es nicht mal mehr militärisch Sinn machte?

Wir kennen das natürlich, wenn ein Feinbild hermuss, weil die Unfähigkeit, dem Vernichtungspotenzial der Finanzwirtschaft Einhalt zu gebieten, allzu deutlich wird. Die Aggression des imperialen Westens lässt nur einen fatalen Schluss zu: Staaten, die nicht unter der Knute von US/NATO oder Israel  existieren möchten, werden quasi genötigt, sich schleunigst mit Waffen zu versorgen, die ihnen die Unabhängigkeit sichern oder zumindest verlängern können. Und das sind nach dem heutigen Stand der Abschreckung Atomwaffen. Das ist schlicht Notwehr. Auch vom Westen kreiert, unter dem Deckmantel von Nachrüstungsbeschlüssen, Abwehrschirmen etc. Wir können nur froh sein, dass diese logische Konsequenz noch nicht von allen US-Feinden adaptiert worden ist. 

So weit hat's der neokoloniale Westen unter Führung  der alten Alliierten gebracht, immer gerne befeuert von Israel.  Kein halbwegs gebildeter, aufmerksamer oder kritischer Mensch wird  den Vorwand dieser kriegslüsternen Parteien noch ernst nehmen, der sich zwischen diffuser Menschenrechtsakklamation oder  - jetzt wird's lachhaft -  Demokratieanspruch bewegt.  Wir leben bereits in postdemokatrischen Zeiten; unter der Diktiatur der Finanzmärkte. Und die Kriegstreiber gefährden uns, die Bürger. Denn wir sind die weichen Ziele für die Verzweifelten, die keine Flugzeugträger angreifen können. Und wenn es so kommt, dann schiebe man es nicht auf den Iran. Verantwortlich sind die Neomilitaristen.

Jürgen  Schild


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